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Vergolden und Prägen mit Schlagmetall

Vergoldungen mit Schlagmetall auf Papier und Holz lassen sich hervorragend prägen! Im Folgenden zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit Anlegemilch, einem weichen Pinsel und den  hauchdünnem Schlagmetallblättern sauber konturierte, gleichmäßige „Vergoldungen“ erzielst – und wie du die Flächen anschließend prägen kannst.

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1. Anlegemilch dünn und gleichmäßig auftragen

Auf farbigem Untergrund  wie hier in den Bildern erkennt man den richtigen Zeitpunkt leichter. Auf weißem Papier kannst du die Anlegemilch mit einem Hauch Tinte einfärben, damit die feuchten Bereiche sichtbar bleiben.

Zuerst wird die sogenannte Anlegemilch (der Leim) mit einem feinen Borstenpinsel aufgetragen. Arbeite dabei dünn, gleichmäßig und besonders exakt an den Rändern. Je präziser du hier arbeitest, desto genauer werden später die Konturen deiner Vergoldung.

Lass den Leim anschließend etwa fünf Minuten antrocknen, bis keine weißen Stellen mehr sichtbar sind.

2. Schlagmetall auflegen

Ein herzförmiger Anhänger mit goldener, leicht strukturierter Oberfläche liegt vor einem neutralen Hintergrund. Der Rand des Herzens ist weiß gefasst, wodurch die goldene Mitte besonders hervortritt. Oben ist ein kleines Loch eingearbeitet, durch das ein pinkfarbenes Band geführt ist. Das Band wirkt weich, fast samtig, und ist mit einem kleinen Metallstück befestigt. Der Anhänger erinnert an ein dekoratives Accessoire oder einen liebevollen Geschenkanhänger. Die Aufnahme stammt von Katja Falkenburger für falkenburger.de..

Sobald der Leim trocken, aber noch leicht klebrig ist, kannst du das Schlagmetall auflegen. Nimm das hauchdünne Blatt vorsichtig an einer Ecke und streiche es mit einem weichen Pinsel sanft von innen nach außen auf. So entstehen keine Blasen und Falten damit die Vergoldung möglichst gleichmäßig wird.

Schlagmetall gibt es bei mir im Shop in den Farben Gold, Silber und Kupfer – ideal für festliche Karten, kleine Kunstwerke oder dekorative Akzente:

3. Überstände entfernen

Der überschüssige Rand lässt sich leicht lösen, indem du den Pinsel locker hin und her bewegst. Achte darauf, dass der Pinsel trocken und sauber ist – es darf kein Leim daran haften, sonst kleben die Haare des Pinsels am Metall fest und lösen es wieder ab.

Wenn du Formen vergoldest, die dicht nebeneinander liegen, lass einen kleinen Abstand und arbeite in zwei Durchgängen. So bleiben selbst feine Zwischenräume exakt.

4. Vor dem Prägen: Abbindezeit Leim einplanen

Das Bild zeigt eine goldene, strukturierte Fläche, die an eine vergoldete Metalloberfläche erinnert. Links steht in klarer weißer Schrift „Schlag‑Metall prägen“. Rechts daneben befindet sich ein großes, grafisches Stoppuhr‑Symbol in Blau und Weiß. Unter der Uhr steht der Hinweis „10 Minuten“. Am unteren Rand ist dezent „www.falkenburger.de“ zu lesen. Das Bild dient als visuelle Markierung für die empfohlene Ruhezeit vor dem Prägen und wurde von Katja Falkenburger für falkenburger.de gestaltet.

Bevor du mit dem Prägen beginnst, sollten die vergoldeten Flächen etwa zehn Minuten ruhen, bis der Leim abgebunden hat. Erst dann kannst du mit dem Prägen starten ohne dass sich die feine Metallschicht wieder löst.

5. Prägen für Struktur und Tiefe

Die Bilder lassen sich größer zoomen. Klick einfach drauf, dann siehts du die Prägungen besser.

Nun kannst du die vergoldeten Bereiche prägen. In den Beispielen verwende ich drei verschiedene Meißel: einen Dreiecksmeißel, einen Quadratmeißel und im letzten Bild einen Rechteckmeißel. Zur Strukturierung der Kreise drehe ich den Meißel zwischen Daumen, Mittelfinger und Zeigefinger, um eine lebendige Struktur entstehen zu lassen. Durch die Kombination aus Metallglanz und Prägung entsteht ein spannendes Spiel aus Licht und Schatten.

Das fertige Ergebnis

Am Ende erhältst du eine Oberfläche, die nicht nur glänzt, sondern auch fühlbar wird – eine Kombination aus Vergoldung und Prägung!

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